Endlich ist es geschafft! Der Content für die eigene Webseite ist geschrieben, aber dann das: Die Besucher fehlen – aber warum? Mit dem Content ist es eben nicht geschafft, es fehlen Links und die sind wichtig.

Suchmaschinenoptimierung besteht nicht nur daraus, wertvollen Content mit der richtigen Anzahl an Keywords zu schreiben. Nein! Danach geht es noch weiter und mit am wichtigsten dabei sind die Links. Aber warum? Ganz einfach: Sie fördern die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen.

Aller Anfang ist die URL

Noch vor dem ach so wichtigen Linkaufbau, muss die URL von jedem einzelnen Beitrag stimmen. Denn wer weiß schon, um was es bei der URL http://www.michdeldaniel.de/index.php?id=5014&tx_&tx_news_pi4=56 geht (sollte diese denn existieren). Wir als Besucher können es jedenfalls nicht so leicht herauslesen. Das Internet wird’s ja schon wissen.

Aber tatsächlich liegt bei den 200 wichtigsten Ranking-Faktoren von Google die URL Länge auf Platz 46. Der URL-Pfad steht knapp dahinter auf Platz 47. Das Keyword in die URL zu setzen ist noch auf Platz 51 und der URL-String auf Platz 52.

Laut Backlinko werden kurze URLs besser platziert. Um ihre Aussage zu bekräftigen haben sie eine Millionen URLs getestet. Bereits auf Platz zehn haben URLs durchschnittlich 62 Zeichen. Eine Länge zwischen 50 und 60 Zeichen ist also ideal.

Aber was sollte nun in diesem kurzen Link zu finden sein? In wenigen Worten sollte darin auf den Punkt gebracht werden, um was es in dem Artikel geht. Vorzugsweise natürlich mit Keyword. Wichtig sind dabei noch die Kleinschreibung, die Schreibung von Umlauten und die Bindestriche. Mehr zum Thema URLs und was zu beachten ist, gibt es hier.

Sobald diese strukturiert sind, geht es weiter mit den zwei Arten von Links.

Meine internen Links

Wir müssen erst einmal zwischen internen und externen Links unterscheiden. Beide stellen Verlinkungen auf meiner Seite dar, jedoch unterscheiden sie sich in der Art der Quelle.

Bei internen Links leite ich von einer meiner Seiten auf eine andere um. Damit gebe ich meinem Benutzer zusätzliche Informationen, der sich auf einer anderen Seite befindet. Sie dienen zur optimalen Navigation durch meine Webseite, denn dadurch klickt der Besucher sich weiter durch. Zudem findet er dadurch Inhalte besser, denn sonst müsste er sich zu meiner Navigation scrollen und dort in den Beiträgen nach dem entsprechenden Artikel suchen. Das beste Beispiel hierfür ist Wikipedia. Die Online-Enzyklopädie verweist in jedem Beitrag auf mehrere andere.

Zudem vererben interne Links Linkjuice – das bezeichnet alle Eigenschaften, die mit einem Link weitergegeben werden und sich positiv auf das Ranking ausüben. Und das allerwichtigste: Google bestraft nicht den übermäßigen Gebrauch davon. Bei Backlinks, also externen Links, sieht das ganze schon anders aus.

Vorsicht bei Backlinks

Die Generierung von Backlinks ist im SEO-Bereich sehr wichtig. Aber was beschreibt es? Es beschreibt Links, die von einer Domain auf eine andere führen. Mein Ziel ist es natürlich andere Seiten dazu zu bewegen einen Link von meiner Seite auf ihrer zu veröffentlichen. Genauso kann ich Links von anderen Seiten auf meiner veröffentlichen.

Die Backlinks werden hierbei nochmal zwischen verschiedenen Arten unterschieden:

  • Social Signals
    Hyperlinks aus sozialen Netzwerken
    Es ist sehr einfach Links von der eigenen Webseite auf den sozialen Medien zu posten. Dadurch ist ein Backlink gesetzt und in das Ranking fließen auch die Reaktionen wie Kommentare, Likes und Shares darauf mit ein.
  • Trust Links
    Von Seiten, die einen hohen Trust-Rank haben, kommen die besten Backlinks. Vertrauenswürdig sind Webseiten, wenn sie wertvollen und nützlichen Content veröffentlichen. Dieser muss frei von Spam oder unethischen Praktiken sein.
  • Nofollow-Links
    Diese Links besitzen in ihrem HTML-Code das Attribut rel=“nofollow“. Dieser ist wichtig für die Bots, wenn diese durch die Seiten crawlen. Diese wissen dadurch, dass sie diesem Link nicht folgen sollen, dadurch fällt er auch aus der Bewertung raus.
  • Medien-Links
    Diese Links verweisen auf mediale Inhalte.
  • Deep Links
    Durch diesen Begriff werden Links benannt, die auf eine hierarchisch tiefere Seite verweisen. Das bezeichnet alle Seiten, die nicht die Startseite sind. Deep Links sind hochwertiger, damit können die Unterseiten gestärkt werden.

Jetzt wissen wir, welche Arten von Backlinks es gibt. Kann ich aber etwas dazu betragen diese zu generieren? Ganz klar: Ja! Mittlerweile bewertet Google diese Möglichkeiten anders wie vor zehn Jahren, denn auch die Suchmaschine hat gemerkt, wie sie ausgenutzt wurden. Welche Möglichkeiten zum Linkbuilding es gibt können Sie in einem separaten Beitrag nachlesen. Dabei ist stets darauf zu achten, dass dieser Aufbau natürlich wirken muss. Es ist ein langsamer aber stetiger Prozess.

Wann ist mein Link-Wachstum natürlich?

Ich spreche die ganze Zeit von natürlichem Wachstum, aber ich habe nie gesagt, wie lange es natürlich ist. Generell passiert Link-Wachstum natürlich. Das heißt eine gewisse Anzahl an Links wird monatlich generiert, wenn es nun doppelt so viele Links sind oder noch mehr, ist es nicht mehr natürlich. Dann denkt sich Google, irgendwas passt da nicht. Wie viel Link-Wachstum natürlich ist hat auch Website Boosting gut zusammengefasst.

Links richtig setzen: Link-Pyramid

Um beim angehenden Linkaufbau zu helfen, gibt es eine einfach graphische Darstellung: die Link-Pyramide. Sie soll veranschaulichen, wie wichtig ein einzelner Link ist. Daher sollte sie unbedingt beim Linkaufbau zumindest ins Auge gefasst werden. Wie sie aussieht, ist auf der webschmiede in einer detaillierten Grafik festgehalten. Hier werden zudem noch Blackhat und Whitehat Suchmaschinenoptimierung erwähnt, welche in einem separaten Beitrag näher beleuchtet werden.

Wenn wir uns die Grafik ansehen, erkennen wir sofort wie sich nach oben hin eine Spitze bildet. Während unten die Möglichkeiten dargestellt werden, die es zu Masse gibt, während die Links nach oben hin immer wertvoller. Um unsere Seite ordentlich zu optimieren, arbeiten wir stets darauf hin wertvolle Links in unsere Seite einzubinden. Daher werden auf der eigenen Seite lediglich Links aus der gleichen oder höhergelegenen Ebene gesetzt. Während die Webschmiede allerdings mit fünf Ebenen arbeitet, gibt es beispielsweise auch den Spinpool, dessen Pyramide lediglich auf vier Ebenen baut. Dann stellt sich aber immer noch eine Frage: Wie?

Wie setze ich externe Links?

Wenn man so will, können Links wahllos gesetzt werden, sie erfüllen dann nur nicht den Nutzen, den sie haben sollten. Hierzu einmal kurz: Woraus besteht ein Link? Aus Linkziel und Linktext (um es einfach zu sagen). Während das Linkziel für den Leser auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, kann er lediglich den Linktext sehen.

Genau aus diesem Grund sollte mehr als nur ein Wort verlinkt sein. Vermeiden Sie dabei das Wort „hier“ und auch Keywords sollten nicht in diesem Linktext stehen. Sie sollten aber in dessen Nähe platziert werden.

Neben Texten können natürlich auch Grafiken verlinkt werden. Das ist beispielsweise bei Logos von Partnern äußerst passend. Jedoch sollten diese Links stets durch kurze Texte begleitet werden, damit auch Google etwas davon hat. Die Suchmaschine erkennt die Links auf Logos nicht als solche und dadurch bringen sie nichts für das Ranking.

Bei all den Links, die Sie setzen, sollten Sie ab und an auch Ihre alten Links überprüfen. Sind Links nicht mehr erreichbar, sind sie tot und diese Links sind Gift für die Seite. Bleiben diese Verlinkungen auf der Seite, zeigt es Google, dass die Seite nicht gepflegt wird. Damit Sie sich jedoch nicht durch Ihre komplette Seite klicken müssen, gibt es den praktischen Broken Link Checker.

Link-Strukturen

Zudem habe ich bereits erwähnt, dass dieser Aufbau natürlich wirken soll. Das hat einen einfachen Grund: Google wertet die Seite sonst als Spam und stuft sie einfach wieder ab. In Zusammenspiel mit der Link-Pyramide sieht sich Google ebenfalls die Erreichbarkeit der einzelnen Seiten an. Sind die Seiten über verschiedene Links erreichbar? Sind selbst alte Beiträge noch erreichbar und werden eingebunden? Denn Links sind für die Ewigkeit. Nicht erreichbare Seiten werden ungern gesehen.

Wenn ich nun also Links in meine Seite einbaue, lassen sich die daraus entstehenden Strukturen in vier verschiedene Typen unterteilen.

  • Lineare Struktur
    Hierbei wird der User von einem Artikel zum nächsten geleitet. Dadurch öffnet sich für jeden Klick eine neue Seite mit dem entsprechenden Inhalt.
  • Netzstruktur
    Der Besucher hat stets die Möglichkeit auf alle Inhalte von allen Seiten zugreifen zu können. Das ist bei Onlineshops der Fall. Dort gibt es jederzeit die Möglichkeit mit nur einem Klick in eine andere Kategorie zu wechseln.
  • Baumstruktur
    Hierzu gelangt ein Nutzer auf einer Webseite auf verschiedene Unterseiten. Dies ist auf allen Webseiten vorhanden, die mit Kategorien arbeiten.
  • Streustruktur
    Die Links werden hier innerhalb eines Dokumentes gesetzt. Diese Leiten User auf weitere Unterseiten der Webseite.

Die Würze der Kürze: Links

Links sind ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Die Struktur der eigenen URLs sollte klar definiert sein und wenn möglich das Keyword enthalten.

Interne Links führen von der eigenen Webseite auf die eigene Webseite. Das hilft dem User bei der Navigation durch die einzelnen Beiträge und den gesamten Content.

Externe Links weisen entweder von einer fremden Webseite auf die eigene Seite oder von der eigenen Seite auf eine fremde Webseite. Diese Links sind äußerst wertvoll und sollten in einem stetigen Prozess ausgebaut werden.