Ein wichtiger Faktor für die Suchmaschinenbewertung ist das Text-Layout. Dieses ist ebenso wichtig wie der Domainname, deren Standort oder die Struktur. Aber auf was genau muss ich dabei achten? Es gehört weitaus mehr dazu, eine Seite für Suchmaschinen zu optimieren, als nur einen hierfür geeigneten Text zu schreiben. Bevor es an das Text-Layout geht, ist allerdings das Page-Layout entscheidend. Der Domainnamen wird ausführlich in einem separaten Artikel beschrieben.

Welches Page-Layout ist das Beste für mich?

Am weitesten verbreitet ist das dreispaltige Page Layout. Bei diesem befindet sich der Content in der mittleren Spalte und wird von zwei Sidebars umschlossen. Dieses Layout wird bevorzugt, wenn sehr viele Information vermittelt werden.

Dem natürlichen Leseverhalten entspricht ein zweispaltiges Page-Layout. Die wichtigsten Informationen finden sich im prägnanten Hauptteil. Eine Sidebar ist meist an der rechten Seite zu finden. CMS Software wie beispielsweise Wordpress verwendet diese Darstellung von Content bei ihren meisten Templates.

Falls Sie viele Bilder darstellen möchten oder ein minimalistisches Design bevorzugen, ist ein einspaltiges Page-Layout zu empfehlen. Dieses wird eigentlich nur für die Startseite verwendet, die Unterseiten sind meist in einem der anderen beiden Layouts aufgebaut.

Allgemein gilt es darauf zu achten, dass eine Zeile nicht mehr als 80 Zeichen fasst. Generell gilt, dass User, anders als bei Zeitungsartikeln, Webseiten-Texte scannen, statt diese bewusst zu lesen. Sind nun die Texte bildschirmfüllend, ist das nicht mehr möglich und die Seiten wirken überladen.

Mein Text-Layout für SEO optimiert – Keywords

Haben Sie sich für ein Layout entschieden, geht es an das Text Layout. Äußerst wichtig sind für das Layout die Text-Formatierungen. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Haupt-Keyword bereits in der H1-Überschrift auftaucht. Dieses sollte auch im ersten Absatz und in einer Zwischenüberschrift stehen. Das gewählte Keyword sollte ebenfalls zwischen ein und drei Prozent des Textes ausmachen. Damit taucht es oft genug im Text auf, damit Google es nicht negativ bewertet.

Das Leid mit der Schriftgröße

Hier läuft vieles zusammen. Damit der Text einladen für die Nutzer ist, sollten Sie stets darauf achten, dass Schriftgröße und -art angenehm zu lesen sind. Im Vergleich zu Büchern sollten wir hierbei keine Serienschriftarten nutzen.

Des Weiteren entspricht eine 12-Punkt-Schrift im Buch nicht einer 12-Punkt-Schrift im Web. Diese fällt online wesentlich kleiner aus. Für Ihre Webtexte sollten Sie daher auf eine 16-Punkt-Schriftgröße zurückgreifen.

Falls nun ein Einwand kommt, dass doch der Leser sein Browserfenster individuell anpassen kann. Das kann er, aber: Entweder wissen User nicht, dass das möglich ist, oder sie haben es schlichtweg eilig bzw. sie sind zu faul. Übernehmen daher Sie diese Aufgabe und gestalten den Text von vornherein größer und gut lesbar.

Übersichtliche Text-Struktur

Wir haben bereits festgestellt, dass User Webseitentexte scannen. Sie wollen schnell und ohne großen Aufwand an ihre Informationen kommen. Um Ihnen das zu erleichtern, gliedern Sie Ihre Texte in viele Absätze. Bearbeiten Sie pro Absatz einen Punkt ab.

Trennen Sie zudem Sinnabschnitte durch Zwischenüberschriften ab. Wie bereits erwähnt, setzen Sie auch hier Ihr Haupt-Keyword ein.

Förderlich wirken sich auch nummerierte und unnummerierte Aufzählungen aus. Diese fassen kurz zusammen, was nicht ausgeschrieben werden muss. Hiermit lockern Sie den Text auf und helfen Ihren Usern Passagen schnell zu überfliegen.

Interne und externe Verlinkungen fördern ebenfalls die SEO-Bewertung. Der Eintrag des eigenen Links auf einer anderen Webseite – hinterlegt in Kommentaren, eingetragen in einem Verzeichnis oder die Verlinkung in einem Blogtext – wirken sich förderlich aus, sofern die Seite vertrauenswürdig ist. Mehr zum Thema Links gibt es in diesem Beitrag zu lesen.

Wie viele Infos müssen in meinen Text?

So viel Sie wollen und brauchen! Es kommt tatsächlich darauf an, wie viel Input Sie dem Leser auf einmal geben möchten.

  • Holistischer Text: Einmal alles, bitte! Hier werden alle Informationen, die es zu einem Thema in einen Text geschrieben. Damit sollen innerhalb eines Beitrags sämtliche Fragen der Nutzer geklärt werden, anstatt einzelne Beiträge zu jedem Keyword zu machen. Der Text sollte hierbei nicht unnötig in die Länge gezogen werden, sondern er muss den richtigen Content in der passenden Länge enthalten.
  • Pillar Page: Anders als beim holistischen Text werden auf dieser Seite alle Inhalte separiert. Auf der Pillar Page werden diese lediglich noch angeteasert und dann von dort und untereinander mit Links vernetzt. Dabei entsteht ein Netzstruktur.
Bei dieser Struktur sind die einzelnen Beiträge untereinander vernetzt

HTML und sein Beitrag zum Text-LayoutH

Die Struktur wäre damit geklärt, in das Text-Layout fließt allerdings auch noch der für den User normal nicht ersichtliche HTML-Code. Dieser kennzeichnet für Google wichtige Elemente. Sehr wichtig sind hierbei die verschiedenen Formatierungen der Überschriften. Die Hauptüberschrift ist stets mir H1 zu kennzeichnen. Keine andere Textzeile sollte diese Formatierung besitzen. Die einzelnen Zwischenüberschriften sollten daher höchstens mit H2 gekennzeichnet sein.

Neben Überschriften, werden auch fett- und kursivgeschriebene Worte von Google als Hervohebungen erkannt und positiv bewertet. Keywords und andere Schlagworte bieten sich dafür an. Betonen Sie dadurch allerdings zu viele Worte, kann das wiederum das Text-Layout und damit den Lesefluss stören.

Woran erkenne ich, ob mein Text gut ist?

Ganz einfach: Wenn Ihr User die von Ihnen gewünschte Aktion ausführt – also dem Call-to-Action folgt, den Sie sich von ihm wünschen. (Mehr zum Call-to-Action finden Sie in einem anderen Beitrag) Sei es nun der Produktkauf, die Anmeldung zu einem Newsletter oder der bloße Aufenthalt auf der Webseite. Google bewertet die Verweildauer der User mit.

Um zuvor zu testen, wie relevant mein Content überhaupt ist, ist eine WDF*IDF-Analyse die beste Wahl. Dabei wird die Relevanz der eigenen Contents im Vergleich zu den Inhalten anderer Seiten berechnet. Die WDF*IDF Analyse nehmen wir in einem separaten Beitrag unter die Lupe.

Auch der Flesh-Rank oder Flesh-Score sollte im Hinterkopf eines jeden Schreibers bleiben. Diese Programme bewerten den Text anhand verschiedener Kriterien. Diese Kriterien drehen sich alle um die Lesbarkeit und zeigt dem Texter ob er sie noch verbessern kann bzw. auf welchem Niveau er schreibt.

Die Würze der Kürze: Text-Layout

  • Falls Sie viel Content auf Ihrer Webseite darstellen möchten, verwenden Sie ein Drei-Spaltiges-Layout
  • Zwei-Spaltige-Layouts werden von CMS Systemen bevorzug und sind angenehm zu lesen
  • Ein-Spaltige-Layouts hingegen sind minimalistische Designs und gut für viele Bilder geeignet
  • User scannen den Content, daher sollten Textzeilen nie mehr als 80 Zeichen beinhalten, das macht sie übersichtlicher und nicht überladen
  • Das Haupt-Keyword sollte in der Hauptüberschrift, im ersten Absatz und in einer Zwischenüberschrift vorkommen und im Fließtext eine Dichte von etwa ein bis drei Prozent vorweisen
  • Auf Bildschirmen werden Serifen immer verschwommen dargestellt, daher bevorzugen Webseitentexter serifenlose Schriftarten.
  • Eine 12-Punkt-Schrift wirkt am PC kleiner als in einem Buch, greifen Sie hierbei auf eine 16-Punkt-Schriftgröße zurück
  • Teilen Sie einen Text in genügend Absätze ein, wobei Sie einen Punkt pro Absatz besprechen
  • Trennen Sie Sinnabschnitte mit Zwischenüberschriften
  • Nummerierte und unnummerierte Listen lockern Texte stark auf
  • Externe und Interne Verlinkungen erleichtern den Usern das Suchen nach weiteren Informationen und wirken sich positiv auf das Linkbuilding aus
  • Wie viele Informationen in einen Text sollen, entscheidet jeder selbst. Es sollte nur vorher überlegt werden ob ein holistischer Text oder eine Pillar Page die richtige Wahl ist.
  • Überschriften sollten durch HTML festgelegt sein. Eine H1 Überschrift gibt es hierbei nur einmal, Zwischenüberschriften werden mit H2 oder kleiner dargestellt
  • Hervorhebungen durch Keywords und Schlagwörter werden als fett- bzw. kursivgeschriebene Worte dargestellt