Über http-Statuscodes werden verschiedene Informationen von einem Webserver an einen Client übergeben, das können Fehlermeldungen wie 404 oder 403 sein oder Weiterleitungen. Beginnt ein Statuscode mit 3xx, wird der Zustand der Redirection oder Weiterleitung beschrieben. Hierbei wird eine Webseite aufgerufen, die auf eine andere URL umleitet. Der Grund hierfür ist vielseitig, zum Beispiel kann sich das Ziel verschoben haben. Das passiert automatisch entweder während des Ladens oder zeitverzögert.

Mit Weiterleitungen (im Englischen „Redirection“ genannt) sollte allerdings vorsichtig umgegangen werden. Zunächst gibt es neben legitimen auch bösartige Redirections. Diese werden von Cyber-Kriminellen genutzt, um Internetnutzrer auf unseriöse Seiten zu verweisen. Mittlerweile erkennt Google solche Links, markiert sie als Spam und löscht sie aus dem Index. Aber auch legitime Weiterleitungen, die von Seiten des Clients initiiert werden, sollten mit Vorsicht behandelt werden – mehr dazu weiter unten. Daher lieber auf den Server setzen.

Bitte warten Sie, während wir Sie weiterleiten – Weiterleitungen vom Server

Weiterleitungen sind für die Webseite und den Besucher einfacher. Es gibt mehre Möglichkeiten einen solchen Redirect zu programmieren. Grundsätzlich ist es jedem selbst überlassen, für welche Methode er sich entscheidet. Es hängt allerdings auch vom Provider ab. Als nächstes entscheidet sich dann die Art der Weiterleitung. Von Seiten des Servers gibt es fünf verschiedene Möglichkeiten.

Die häufigsten und wichtigsten Statuscodes und damit Redirects sind hierbei „301 – Moved Permanently“ und „302 – Moved Temporarily“. Letzterer wird mittlerweile als „Found“ benannt, da der Code in „303“ und „307“ unterteilt wurde. Welchen Statuscode Sie verwenden, kommt immer auf den Grund der Weiterleitung an.

„301 – Moved Permanently“

Falls Sie einen Website-Relaunch vorhaben, verwenden Sie den Code „301“. Hiermit leitet die URL der alten Seite direkt auf die neue Seite um und das dauerhaft. Damit verschwinden auch direkt die ungültigen Links. Dadurch weiß Google auch, dass die URL an einem neuen Ort zu finden ist und der Linkjuice geht nicht verloren.

„302 – Moved Temorarily“

Der Statuscode „302“ wurde während der http-Version 1.0 wiedergegeben. Mit der darauffolgenden Version wurde der Code schließlich in „303 – See Other“ und „307 – Temporary Redirect“ unterteilt. Danach wurde der Code selbst in „302 – Found“ umbenannt. Bei allen drei Möglichkeiten heißt es, dass die angeforderte Adresse noch an ihrem ursprünglichen Ort zu finden ist. Temporär wird sie allerdings unter einem anderen Ort angegeben. Hierbei geben die zwei neuen Codes wieder, wie einzelne Anforderungen behandelt werden.

Weiterleitung durch den Client – Lieber nicht!

Wie bereits erwähnt, sollte möglichst eine Weiterleitung über den Server erfolgen. Denn eine clientseitige Weiterleitung gilt nur als Notlösung. Sie wird durch Meta-Refresh-Tag oder JavaScript durchgeführt und nicht von allen Browsern unterstützt. Hierbei muss der Nutzer ein aktives JavaScript besitzen, sonst funktioniert das gar nicht. Zudem kann es dazu kommen, dass Suchmaschinen Ihre Seiten abwerten. Oder sie fallen komplett aus dem Index. Deswegen an dieser Stelle: Lieber keine clientseitigen Redirects.

Hinzu kommt, dass diese Möglichkeit der Weiterleitung meist von Spammern gentutz wird. Denn die Redirects geben keinen Statuscode zurück und die Suchmaschinenspider können auch kein JavaScript verarbeiten. Hierdurch wird die Weiterleitung wie eine normale Internetseite behandelt. Das heißt auch, das kein Fehlercode beim Aufruf der URL zurückgegeben wird.

http-Statuscodes: 3xx Weiterleitung

Hier finden Sie eine Auflistung aller http-Statuscodes, die eine Weiterleitung beschreiben.

CodeNachrichtBedeutung
300Multiple
Choices
Es gibt mehrere Möglichkeiten diese
Anfrage zu beantworten.
301Moved
Permanently
Die angeforderte Ressource ist nicht länger
an ihrem ursprünglichen Ort zu finden. Sie ist
dauerhaft auf eine andere URL umgezogen.
Hier kann von POST-Anforderung auf GET
gewechselt werden
.
302Found (Moved
Temporarily)
Die angeforderte Ressource ist weiterhin an
ihrem ursprünglichen Ort zu finden, allerdings
temporär unter einer anderen URL zu finden ist.
303See OtherEine separate GET-Anforderung ist an einen
anderen Speicherort zu senden, auch wenn
es eine POST-Anforderung war.
304Not ModifiedSeit der letzten Anfrage hat sich nichts geändert,
daher kann nichts übertragen werden.
305Use ProxyDie angeforderte Ressource ist nur über
einen Proxy erreichbar.
306(reserviert)Früher: Anweisung den Proxy zu wechseln.
Heute: Wird derzeit nicht genutzt.
307Temporary
Redirect
Die angeforderte Ressource ist derzeit nicht
an ihrem ursprünglichen Ort zu finden.
Der ursprüngliche Ort behält seine Gültigkeit.
Es wird nach der gleichen Methode wie
zuvor verlangt.
(POST auf POST)
308Permanent
Redirect
Die angeforderte Ressource ist permanent an
einem anderen Ort zu finden. Hier darf
allerdings nicht von POST auf GET
gewechselt werden

Eine ausführlichere Beschreibung der Codes finden Sie auf Sistrix.de.