Vor einigen Jahren haben wir einen unserer Kunden vom SBS2011 auf Windows 2012 R2 umgestellt. Da Exchange und der Domain-Controller nicht auf einer Windows-Installation laufen sollen, zumindest nicht ohne den Server zu virtualisieren.

Da Exchange schon immer Speicherhungrig war und ist („Man möge sich die Arbeitsspeicheranforderungen von Exchange 2019 ansehen“), haben wir den Server seinerzeit mit zusätzlichem Arbeitsspeicher ausgestattet.

Wie das mit der Virtualisierung von VMware so ist, werden schnell die Wünsche nach zusätzlichen virtuellen Maschinen für alle möglichen Zwecke geweckt und Stimmen laut die das auch fordern. Mit der Zeit wurde so aus einem Server, zwei Server und drei Remote-Maschinen.

Da die Hardware jedoch von 2011 ist, hatten wir zunehmend mit Performance-Problemen zu kämpfen. Dies äußerte sich gerade an unheimlich langen Start- und Updatezeiten und noch längeren Zeiten für die Datensicherung. Gerade das Lesen von Log-Dateien oder Windows-Ereignisprotokollen erforderte viel Geduld.

Neue Hardware muss her.

Deswegen haben wir mit dem Kunden gesprochen und stellen nun die Hardware auf einen aktuellen Server von Terra der Wortmann AG um. Der Server 7420 G3 bietet hier sogar eine eigene Firmware, die für den Betrieb für VMware ausgelegt ist, an. Das schöne an diesem Server ist außerdem, dass dieser als Standgerät angeboten wird, sich aber nachträglich zum Rack-Einbau umrüsten lässt und für noch akzeptable Preise richtig Leistung bietet.

Bei der Komponentenauswahl muss man immer darauf achten, dass gerade die Raid-Controller und die Netzwerkkarten auch VMware unterstützen. Hier haben wir in der Vergangenheit schon einiges an schmerzvollen Erfahrungen gemacht.

Gerade für Exchange haben wir starke SAS-SSD-Festplatten im RAID-Verbund und die neuste Generation der Xeon-Prozessoren gewählt. Außerdem kamen Netzwerkkarten, normale SSD-Festplatten im RAID-Verbund für Remote-Arbeitsplätze und redundante Netzteile, sowie Brenner, zusätzliche Lüfter und ordentliche Raid-Controller hinzu. Letztlich hat der Server von uns dann noch 64 GB Arbeitsspeicher bekommen. So hart das auch klingt: Eigentlich Standard für einen Server! Das hätte ich mich vor 5 Jahren jedoch nie sagen getraut.

Heute ist die Hardware gekommen, jetzt steht die Installation und Einrichtung der RAID-Systeme und anschließend der VMware an. Im letzten Schritt, wenn alles läuft, kommt der Umzug der virtuellen Maschinen. Wenn alles so klappt wie geplant, sollte das bis nach Ostern erledigt sein. Wir werden berichten.

Ein paar Extras und Neuerungen.

Der Server kommt einmal mit dem „Intel Remote Management Module V4 Lite 2“ daher. Hier sind wir schon gespannt, wie das funktioniert. Das wird jedoch nochmal in einem separaten Blog-Beitrag beschrieben.

Außerdem ist die Lüfter-Steuerung richtig gut, diese regelt sofort nach dem Anlaufen die Lüfter herunter und ist für einen Server verhältnismäßig ruhig. Das hat uns im positiven sehr überrascht.