Im Rahmen des Breitbandausbaus wird gerade in vielen Orten Glasfaserkabel verlegt. Hier werden die Grundlagen zum Breitbandausbau schön aufbereitet und auch ein sehr nettes Video zur Verfügung gestellt.

Nicht immer halten die Provider, wie z.B. die Telekom, was sie versprechen und bieten zum Teil deutlich schlechtere Werte. Reklamiert man diese dann, wird darauf verwiesen, dass z.B. der Speedtest nicht relevant sei oder technische Fehler aufweist.

Wie funktioniert ein SpeedTest?

Im Grunde genommen werden bei einem Speedtest enorm große Daten auf einem Server geladen bzw. heruntergeladen und dabei die vergangene Zeit gemessen. Werden nun über einen Anschluss zeitgleich andere Daten geladen, dann beeinflusst dies natürlich den Speedtest zwischen Endgerät und dem Internet-Server. Genau hier setzen die Provider an und behaupten natürlich grundsätzlich, dass der Test deswegen falsch sei.

Die gute alte FritzBox!

Da wir solche Probleme immer wieder haben und einen vernünftigen Speedtest brauchen, der auch belastbar ist, bleibt eigentlich nur die exakte Messung am Übergangspunkt zwischen Internet und dem lokalen Anschluss. Denn an diesem Punkt kommt schließlich alles zusammen und somit kann auch die tatsächliche Bandbreite hier exakt gemessen werden.

Die FritzBox! von AVM misst solche Werte ständig mit und ist der verbreiteste Router in Deutschland. Was liegt da näher als gleich einen Speedtest auf dieser Box aufzubauen. Aus diesem Grund haben wir eine Android-App geschrieben die für die FritzBox möglichst viel Traffic erzeugt und anschließend die dort gemessenen Werte abfragt.

Das war doch nur eine Ausnahme!

Natürlich kennen die Provider schon wieder eine gute Antwort. Die gemessene Geschwindigkeit sei ein Ausnahmezustand und weil gerade das passiert ist, kommt es zu temporären Schwankungen. Genau deswegen macht unsere App Dauermessungen bzw. alle paar Minuten eine Messungen über einen sehr langen, vom Benutzer eingestellten, Zeitraum.

Das ist doch nur bei vereinzelten Anschlüssen!

Auch hier kennen gute Provider natürlich wieder eine gute Ausrede. Dies sei nur an diesem Anschluss der Fall, weil dort auch was ganz besonderes sei aber grundsätzlich würde die Geschwindigkeit die im Anschlussbereich vorgesehen sei schon erreicht. Auch dieses Problem erschlagen wir in Zukunft damit, dass wir dem Benutzer die Möglichkeit geben, die gemessenen Werte hochzuladen. Durch die Tatsache, dass dann Messungen an mehreren Haushalten zur Verfügung stehen, lässt sich diese Aussage einfach überprüfen.

Warum ist das Erreichen der Geschwindigkeit für die Provider denn so wichtig?

Ganz einfach. Die Gemeinden, die Landesregierungen und der Staat bezahlen den Ausbau bei den Providern. Die Provider gewinnen dort meistens eine Ausschreibung, welche einen großen Anteil an Subventionen enthält. Wird nun die vereinbarte Geschwindigkeit an den Anschlüssen nicht erreicht, ist das nicht nur ein Vertragsbruch sondern auch unter Umständen ein sogenannter Subventionsbetrug und spätestens hier läuten bei allen Providern die Alarmglocken. Wenn man das nun mit einem Werkzeug auch darstellen kann, dann sind die Provider vielleicht auch mehr bemüht unsere Steuermittel wie vorgesehen zu verwenden.

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